Katrin Holtwick/Semmler sind nach Julius Brink/Jonas Reckermann als zweites deutsches Beach-Duo in das Achtelfinale (3. August) des olympischen Beach-Volleyball Turniers eingezogen. Den notwendigen Sieg fuhr das DVV-Duo souverän ein, gegen die großen Außenseiterinnen Li Yuk Lo/Rigobert (MRI) hieß es am Ende 2:0 (21-11, 21-10). Damit beenden Holtwick/Semmler die Gruppenphase voraussichtlich auf Rang zwei (abhängig vom letzten Gruppenspiel).
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Gleich von Beginn an lag das deutsche Duo vorne und erlaubte sich den "Luxus", dass bei Aufschlag Semmler Abwehrspezialistin Holtwick am Netz blieb. Das Team aus Afrika machte aus seinen Möglichkeiten das Beste und punktete am Anfang noch einigermaßen regelmäßig aus der Annahme. Ein Block gegen Holtwick ließ die Afrikanerinnen jubeln und verkürzen (8-6). Dann erhöhte das DVV-Duo jedoch die Schlagzahl und setzte sich nach und nach ab. Ohne groß gefordert zu werden, gewannen Holtwick/Semmler völlig ungefährdet den ersten Satz, die Spielerinnen aus Mauritius freuten sich ebenso ein wenig, denn mit elf Punkten stellten sie ihre bislang höchste Punktzahl im Turnier ein.
Die Afrikanerinnen, die 24 der Setzliste, hielten zu Beginn des zweiten Satzes gegen die zwölf Plätze besser positionierten Deutschen wieder passabel mit, und gingen beim 5-6 das erste Mal in diesem Spiel gar in Führung. Von diesem "Schock" erholten sich Holtwick/Semmler jedoch schnell, machten mehr Druck mit dem Aufschlag und erzielten prompt Wirkung. Dabei spielten Holtwick/Semmler im Prinzip ohne Block, denn bei nahezu jedem Angriff von Li Yuk/Rigobert zog sich der Netzspieler in die Abwehr zurück. Trotz des nie gefährdeten Sieges war der Jubel bei den deutschen Spielerinnen groß. Ihr Ziel, in das Achtelfinale einzuziehen, haben sie souverän als Gruppenzweiter oder einer der zwei besten Gruppendritten geschafft und warten nun auf die Auslosung der Ko-Runde am 2. August.
Trainer Andreas Künkler meinte: "Wir haben uns an den Anfängen jeweils schwer getan, dann aber souverän dominiert. Man braucht eine Weile, um sich auf die unkonventionelle Spielweise einzustellen. Wir sind froh, dass wir wahrscheinlich als Gruppenzweiter weiterkommen. Damit haben wir einen Tag frei. Ich hoffe, dass wir in der Ko-Runde nicht den ganz großen "Kracher" kriegen. Im Achtelfinale wollen wir eine starke Leistung zeigen, um eine Runde weiter zu kommen."
"Spielfilm"
1. Satz: 3-1, 6-3, 8-6, 11-7, 14-7, 17-9, 20-11
2. Satz: 3-3, 5-6, 11-8, 15-9, 19-10


