Es ist ein Vorgeschmack auf das, was Berlins Volleyballteam Nr. 1 ab Mitte März erwartet. Dann geht es in den Play-offs um die Deutsche Meisterschaft. Und der kommende Gegner Generali Haching (Sonntag, 5. Februar, 16 Uhr) gilt mit bislang 17 Siegen in 17 Spielen als Topfavorit auf den Titel. Diese Prognose bestätigt ein Blick auf das Satzverhältnis - erst acht Sätze gaben die Hachinger im bisherigen Saisonverlauf ab. Insbesondere in der heimischen Generali Sportarena spielte der Pokalsieger der Jahre 2009 bis 2011 meist groß auf.
Auf die BR Volleys wartet am Sonntag im Süden von München also ein hochkarätiger Gegner. Dessen ist sich auch Trainer Mark Lebedew bewusst: "Das Spiel gegen Haching ist ein Klassiker. Beide Teams gehören seit Jahren zu den besten in Deutschland, deshalb erwarte ich ein Match von höchster Qualität. Die Bayern sind in dieser Saison durchgängig die Nummer eins gewesen, haben sowohl in der Bundesliga als auch im DVV-Pokal keine einzige Niederlage zu verbuchen. Uns selbst haben sie leider zweimal regelrecht verprügelt." Trotz der beiden klaren 0:3 Niederlagen in Liga und Pokal glaubt der Australier, dass am Sonntag eine Revanche möglich ist: "Seitdem ist einige Zeit vergangen und wir haben uns stetig verbessern können. Wir freuen uns darauf, unsere Leistung mit der des Tabellenführers zu messen."
Besonders Diagonalangreifer Paul Carroll blickt der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte mit Vorfreude entgegen: "Haching spielt ein atemberaubendes Jahr. Bereits in einer frühen Phase der Saison haben sie auf jeder Position herausragend agiert, da waren sie das bessere Team. Aber nun haben wir uns verbessert, wir haben mehr Selbstvertrauen und können gewinnen. Ich gehe enthusiastisch und mit viel Selbstvertrauen in dieses Match."
Sein Ex-Trainer Mihai Paduretu ist unglücklich über den Termin der Partie gegen die Hauptstädter: "Es gefällt mir nicht, dass dieses Spiel zwischen unseren Campions-League-Spielen gegen Novosibirsk liegt. Zum einen ist die Belastung derzeit hoch. Zum anderen besteht die Gefahr, dass den Spielern zu sehr das Rückspiel in Russland im Kopf herum spukt." Trotzdem gibt sich der Rumäne zuversichtlich: "Wir brauchen noch einen Sieg, um sicher Erster zu sein. Den wollen wir gegen Berlin holen."
Auch für die Berliner wäre ein Sieg hinsichtlich der Tabellensituation wichtig, schließlich wartet auf die BR Volleys nur eine Woche später schon der nächste Titelfavorit. Am Samstag, 11. Februar um 19:30 Uhr ist niemand Geringeres als Serienmeister VfB Friedrichshafen in der Max-Schmeling-Halle zu Gast.
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