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02.07.2009 - Behinderten WM - Quelle/Autor: DVV

Volleyball: Goller/Ludwig schlagen Banck/Günther, Dollinger/Urbatzka raus

Drei deutsche Duos haben die erste Ko-Runde überstanden und sich somit bereits in den Top Ten bei der Beach-WM in Stavnger/Norwegen platziert. Nach den beiden Männer-Duos Julius Brink/Jonas Reckermann und David Klemperer/Eric Koreng erreichten auch Sara Goller/Laura Ludwig durch ein deutliches 2:0 (21-12, 21-16) gegen Geeske Banck/Anja Günther das Achtelfinale. Diese beendeten die WM auf Platz 17 wie auch Sebastian Dollinger/Mischa Urbatzka, die sich 0:2 (17-21, 21-23) den Neuseeländern Lochhead/Pitman geschlagen geben mussten. Ebenfalls 17. wurden Stephanie Pohl/Okka Rau und Katrin Holtwick/Ilka Semmler. Die Anfangszeiten für die Achtelfinalspiele stehen noch nicht fest.

Goller/Ludwig stark
Goller/Ludwig legten im mit Spannung erwarteten deutsch-deutschen Duell wie die Feuerwehr los: Diverse Abwehraktionen von Ludwig, dazu ein Ass von Goller – schon stand es 8-2 für das favorisierte Duo. Die Dominanz setzte sich weiter fort, Banck/Günther fanden kaum ein Mittel, den „Lauf“ von Goller/Ludwig zu stoppen. Ein Ass von Ludwig in die „husband and wife“-Zone beendete den einseitigen ersten Satz.
So konnte es aus Sicht von Banck/Günther nicht weiter gehen und so ging es auch nicht weiter. Banck steigerte sich in der Abwehr und Goller fabrizierte zwei Angriffsfehler (aus und Netz, 5-7). Erst beim 11-11 gelang es den Berlinerinnen auszugleichen, Ludwig verwandelte in ihrer typischen Art gleich aus der Abwehr den Ball. Mitte des Satzes fiel dann die Entscheidung: Ein Angriff Günthers landete im aus (14-16), anschließend spielte der Europameister seine ganze Klasse in der Block- und Feldabwehr aus und ließ nur noch zwei gegnerische Punkte zu. Laura Ludwig sagte: „Wir waren gut auf Geeske und Anja eingestellt und sind im ersten Satz gleich in Führung gegangen. Im zweiten Satz sind sie besser rein gekommen und haben einen guten Sideout gespielt. Wir haben uns dann noch mal aufgerafft. Ich war ganz schön angespannt und war bei jedem Break sehr erleichtert. Gegen ein anderes deutsches Team ist es immer schwer, die Konkurrenz ist einfach stark.“ Sara Goller meinte: „Deutschland gegen Deutschland ist immer etwas Besonderes. Das letzte Spiel in München konnten wir knapp 2:1 gewinnen. Heute waren wir von Anfang an wach und aufmerksam. Bislang hatten wir immer Probleme, wenn wir den ersten Satz hoch gewonnen haben, im zweiten Satz war es dann aufgrund der guten Leistung von Geeske und Anja bis 15:15 ausgeglichen. Wir wollten unbedingt einen dritten Satz vermeiden. Wir sind zufrieden, haben insgesamt sehr solide gespielt.“ Geeske Banck meinte: "Im ersten Satz war der Sideout schlecht, am Ende besser und im zweiten Satz war es bis 14:14 gut. Da haben wir auch mehr in der Abwehr gemacht, dann aber wieder Fehler gemacht, während Sara und Laura ihr Ding durchgezogen haben."

In der nächsten Runde (3. Juli) warten die Amerikanerinnen Akers/Turner, die in Stavanger an Position sechs gesetzt sind und somit vier Positionen höher als die Europameisterinnen. Sollte sich das DVV-Duo durchsetzen, würde – ebenfalls am 3. Juli – der Sieger der Begegnung Ross/Kessy (USA, 1) – Arvaniti/Tsiartsiani (GRE, 20) warten.

Dollinger/Urbatzka verlieren
Die Taktik von Dollinger/Urbatzka war klar: Nahezu jeder Ball sollte über den nur 1,75 Meter großen Lochhead gespielt werden, um diesen dann vor die schwere Aufgabe zu stellen, sich gegen den ca. 30 Zentimeter größeren Dollinger durchzusetzen. Den ersten Block setzte Dollinger dann jedoch gegen Pitman, der sich aber an Urbatzka revanchierte (9-12). Überhaupt blockierte der „große“ Neuseeländer sehr stark, weitere erfolgreiche Blockaktionen gegen Urbatzka und Dollinger folgten und endeten schließlich im Satzverlust.
Auch im zweiten Durchgang gelang es dem deutschen Duo zunächst nicht, sich abzusetzen, auch weil zu viele Aufschläge fehlerhaft waren. Eine Abwehraktion Urbatzkas sowie ein Block Dollingers gegen Pitman schien die Vorentscheidung zu bedeuten (17-14), doch die Neuseeländer konterten mit einer Vier-Punkte-Serie. Ein Zuspielfehler Pitmans brachte dem DVV-Duo dann doch den ersten Satzball, doch zwei unglückliche Aktionen von Dollinger, der zunächst einen zweiten Ball in den Block schlug und anschließend einen Longline-Angriff ins Netz setzte, beendeten das Match und den Traum von einer noch besseren WM-Platzierung. Mischa Urbatzka sagte: „Wir waren einfach ängstlich und nicht aggressiv, nicht zwingend genug. Wir wissen, dass wir eine gute Block-Feld-Abwehr haben, deshalb dürfen wir nicht so viele Aufschlagfehler machen. Damit haben wir uns selbst unter Druck gesetzt, und schließlich hat uns die nötige Konsequenz im Angriff gefehlt. Für Sebastian war es die erste WM, dennoch sind wir nach diesem Spiel schon enttäuscht, denn wir hatten eigentlich ein gutes Los. Alles in allem hat es Spaß gemacht, Sebastian hat auf jeden Fall eine gute Perspektive als Blockspieler. Für mich geht es morgen zurück nach Deutschland, dort werde ich dann am Wochenende mit Flo (Florian Huth, Anm. d. Red.) in Usedom starten, um uns für die Grand Slams einzuspielen.“

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