Sara Goller/Laura Ludwig haben es nicht geschafft, ihren EM-Titel zu verteidigen. Die Berlinerinnen verloren in Sochi/Russland gegen das EM-Überraschungsteam Minusa/Jursone (LAT) 1:2 (18-21, 21-17, 15-17), wobei sie drei Matchbälle im dritten Satz nicht verwerten konnten.
Als Trost bleibt den Weltrangliste-Vierten, das Jahr als europäische Ranglisten-Erste abzuschließen. Für ihr zweites EM-Silber (nach 2007) erhielten Goller/Ludwig 7.500 Euro Preisgeld. Die Bronzemedaille gewannen die Schweizerinnen Kuhn/Zumkehr.
Die Lettinnen, die auf dem Weg in das Finale neben Katrin Holtwick/Ilka Semmler (5. Platz) auch die vorherigen Ranglisten-Ersten Van Breedam/Mouha (BEL) ausgeschaltet hatten, zeigten im Finale abermals eine starke Leistung. In der Abwehr agierten das lediglich an Position neun gesetzte Duo teilweise wie entfesselt, leichte Punkte gab es nicht für Goller/Ludwig. Das deutsche Duo lag schnell mit 2:5 zurück und schaffte nach einem Ass Ludwigs beim 13-12 erstmals die Führung. Aber die Außenseiterinnen schlugen zurück, profitierten dabei von zwei Angriffsfehlern des deutschen Duos, das vor allem am Ende des Satzes zwei Punktchancen ungenutzt ließ und so den ersten Satzverlust im Turnier hinnehmen musste.
Der erste Satzverlust bei der EM schien die Titelverteidiger nicht aus der Ruhe zu bringen, denn im zweiten Satz übernahmen sie von Beginn an das Kommando und setzten sich über 6:4 auf 12:8 ab. Doch die Lettinnen kämpften sich zurück und glichen nach zwei Schiedsrichter-Entscheidungen gegen Goller/Ludwig aus (16-16). Das DVV-Duo zeigte eine Trotzreaktion und Klasse, ein Ass von Ludwig sowie starke Block- und Feldabwehraktionen bedeuteten eine 5:1-Serie und Satzausgleich.
Im dritten Satz lagen von Beginn an die Vorteile auf deutscher Seite. Beim 4:3 gelang ein erstes Break, abschütteln ließen sich die Lettinnen jedoch nicht. Der Grund: Goller/Ludwig versäumten es, ihre zahlreichen Punktchancen in Punkte umzumünzen. Nach einem Ass Ludwigs hieß es Matchbälle Deutschland (14-12). Der erste wurde vom Gegner abgewehrt, beim zweiten erwies sich die Netzkante für Ludwig als unüberwindbar. Auch der dritte Matchball wurde nicht verwertet. Besser machten es Minusa/Jursone, die gleich ihre erste Chance nutzten, als Goller in Bedrängnis ihren Angriff ins Netz setzte.
Sara Goller meinte im Anschluss: "Die waren einfach den Tick besser heute. Anders kann man es nicht sagen. Die EM an sich war gut, auch wenn am Ende ein Punkt gefehlt hat."
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