Enttäuschender hätte der Saisonauftakt des neu formierten Kaders von der Wupper nicht sein können. Die TITANS reisten mit dem Bewusstsein nach Rottenburg, dass es ein schweres Spiel werden würde. Aber vor einer Herausforderung zu stehen, bedeutet, nicht chancenlos zu sein.
Doch bereits im ersten Satz zeigte sich, dass das junge Team der TITANS übermotiviert an den Start gegangen war. „Übermotivation war immer schon der Feind von Konzentration und führt zu Verkrampftheit.", so der enttäuschte Headcoach der Wuppertal TITANS, Jens Larsen. „Wir haben nicht viel vorgeführt. Aber Verkrampftheit in jedem Falle."
Der Stammdiagonal der TITANS, Peter Lyck-Hansen, fehlte in der Partie. „Das war aber intern bekannt.", so Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS, der nach Rottenburg gereist war, um seinem Team im Saisonstart zur Seite zu stehen. „Was ich da zu sehen bekommen habe, hat mich wirklich sprachlos gemacht. Wenn ich bei mir selbst von enttäuschter Hoffnung spreche, dann ist das noch durchaus maßvoll ausgedrückt."
Die hervorragende Leistung von Kapitän Gergely Chowanski und Julian Stuhlmann konnte die Übermotivation der Mannschaft insgesamt und das Fehlen von Lyck-Hansen nicht abfedern. „Zwei Mann auf dem Spielfeld sind halt zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen.", so Larsen.
„Ich bin froh, dass ich meine erste Bewährungsprobe bestanden habe.", so Julian Stuhlmann, zweiter Libero der Wuppertal TITANS. „Aber natürlich hätte ich mir gewünscht, dass ich mein erstes Ziel unter glücklicheren Umständen erreiche."
Für das Erstligateam aus Wuppertal gibt es viel zu tun. „So kann es jedenfalls nicht weiter gehen.", so Westhoff. „Es kann nicht sein, dass wir mit einem 14 Mann Kader schlechter in die Saison gehen, als mit einem acht Mann Team vor 366 Tagen gegen Moers. Daher kommt für mich ein Nicht-Auffangen des schwachen Leistungsniveaus nicht in Frage."
Das Team wird ab morgen weiter trainieren und in den in dieser Saison fest mit zum Kader gehörenden Sportpsychologen Jürgen Walther hierbei intensiv einbinden.
Die Ergebnisse im Einzelnen: 3:0. In Sätzen: 25.:21, 25:17 und 25:19.
Die nächste Begegnung steht am 13. Oktober gegen RWE Volleys Bottrop zu Hause an. Die zehn spielfreien Tage werden eine der möglicherweise intensivsten Arbeitseinheiten der Saison mit sich bringen.
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