Erstmals ist Beach-Volleyball im Programm der Universiade: Die deutsche Delegation wird in Shenzhen/CHN von vier Duos, Karla Borger/Britta Büthe (MTV Stuttgart), Victoria Bieneck/Julia Großner (VC Olympia Berlin), Stefan Köhler/Nils Rohde (VC Olympia Berlin/FT Adler Kiel) und Armin Dollinger/Malte Stiel (TV Rottenburg) sowie den Betreuern Jörg Ahmann und Bernd Werscheck gebildet. Regelmäßig berichtet einer aus der Delegation von seinen Erlebnissen. Den Anfang macht Julia Grossner mit einem ganz besonderen Erlebnis.
Bevor heute Abend das Universiade-Feuer bei der Eröffnungszeremonie entzündet wird, erreichte gestern der Universiade-Fackellauf die Stadt Shenzhen.
160 Läuferinnen und Läufer aus allen bisher anwesenden Nationen waren eingeladen, die Fackel auf den letzten Metern zum Eröffnungsstadion zu tragen. Zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden und jubelten uns Sportlern an der streng abgesicherten Strecke zu. Aus jeder Nation wurde ein Sportler ausgewählt um sein Land zu vertreten. Ich bin stolz darauf, dass ich für Deutschland als Fackelträger ausgewählt wurde und den Fackellauf hautnah miterleben durfte. Es war eine tolle Erfahrung und wird für mich immer eine super Erinnerung an diese Universiade sein. Ich bekam die Fackel von einem französischen Läufer überreicht, dann sollten wir zusammen kurz für die Kameras an der Strecke lächeln, was uns natürlich nicht schwer gefallen ist. Anschließend durfte ich, umringt von den Helfern, selber 30 m laufen. Im Nachhinein ging alles sehr schnell vorbei, und ich hatte nur einen kurzen Moment, um den Augenblick zu genießen. Mit meinem Feuer entzündete ich dann die Fackel einer Athletin aus Hongkong. Vor und nach dem Lauf wurden wir mit Bussen vom und zum Universiadedorf gebracht, so dass ich mich mit den Sportler aus den anderen Nationen unterhalten konnte. Alle waren ein bisschen nervös, aber wir hatten im Vorfeld ein kleines „Training“, um nichts falsch zu machen. Immer schön zu den Medien lächeln, die Fackel hoch neben dem Körper halten und das Wappen der Universiade nach vorne halten. Alle 40 Sportler können ihre eigene Fackel behalten und als Andenken mit nach Hause nehmen.
Ansonsten haben wir heute natürlich auch noch trainiert. Am Vormittag waren wir in dem riesigen Kraftraum, in dem man Sportler aus Sportarten trifft. Wenn man dort zum ersten Mal hineinblickt, ist es schon beeindruckend, wie viele verschiedene Sportler da gleichzeitig zu Gange sind und vor allem kann man am Körperbau und dem Training, was sie absolvieren, erkennen, welche Sportart sie betreiben. Am Nachmittag sind wir für das Beachtraining zum Dameischa Beach gefahren. Die Fahrt dorthin dauert ca. 40 Minuten. Die Anlagen sind alle bestens präpariert, und es gibt für jedes Problem genau einen Volontär. So wird auch extra ein Chinese gerufen, der uns die Netzhöhe einstellt, einer der uns daran erinnert, dass wir wieder zum Bus müssen und einer, der uns zum Meer bringen muss, wenn wir baden gehen wollen, da sie Angst haben, wir finden den Weg (20m Entfernung) zurück nicht. Nach einer intensiven Trainingseinheit für alle ging es dann zurück ins Dorf um dort den Abend ausklingen zu lassen.
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