Auch wenn in diesem Sommer nicht alles nach Wunsch verlief, so hat Leonie Müller eines doch geschafft: Mit ihrer Partnerin Ruth Flemig (SG SF Marmagen-Nettersheim) qualifizierte sich die Beachvolleyballerin der FT von 1844 Freiburg wie im Vorjahr für die Deutsche Meisterschaft. Am kommenden Wochenende (27. bis 29. August) ist es so weit.
Dann werden in Timmendorfer Strand zum 18. Mal die nationalen Titelträger bei Männern und Frauen gesucht – und Müller/Flemig wollen versuchen, ihren guten siebten Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen.
Das wird jedoch nicht einfach werden, denn gemessen an den Ergebnissen dieses Jahres ist das Duo aus Freiburg und Köln bei der DM an der Ostsee krasser Außenseiter. „Die Saison verlief durchwachsen, weil wir beide beruflich ziemlich eingespannt waren und deshalb nur wenig miteinander trainieren konnten“, erklärt Müller. Sie selbst arbeitet voll im ersten Jahr als Grund- und Hauptschullehrerin, Flemig bereitet sich auf ihr erstes Staatsexamen im Fach Englisch vor. Unter den besten 20 Teams in Deutschland sind beide damit die absolute Ausnahme. Alle anderen sind Vollprofis, Sportsoldatinnen oder Studentinnen, die ihr Leben komplett nach den Erfordernissen des Beachvolleyballs ausrichten.
Gerade in engen Partien gegen eingespielte Gegnerinnen wirkte sich dieser Nachteil aus. „Wir haben es häufig nicht geschafft, unser Niveau über einen längeren Zeitraum im Verlauf eines Turniers aufrecht zu halten“, sagt Müller.
So gab es auf der deutschen Tour zwar Siege gegen das deutsche Nationalteam Brink-Abeler/Grün in St. Peter-Ording oder die damaligen Viertplatzierten der deutschen Rangliste, Hüttermann/Schumacher, in Hamburg; jedoch sprangen am Ende lediglich sechs neunte Plätze bei deutschen Cups oder Super-Cups und zwei dritte Plätze bei A-Top-Turnieren der Landesverbände heraus.
Zwar werden Müller/Flemig vor der DM lediglich auf Rang 17 der deutschen Rangliste geführt, da aber zwei Teams zeitgleich bei der U-23-Weltmeisterschaft starten, erhielten sie dennoch das Startrecht unter den besten 16 Teams in Timmendorfer Strand. Am Freitag geht’s los in der imposanten Ahman-Hager-Arena, wo für die Frauen am Samstag bereits die Finalspiele stattfinden. Die Erwartungen der beiden sind zwar bescheiden, doch vielleicht lässt sich gerade dann zum großen Schlag ausholen, wenn der Erfolgsdruck am geringsten ist.
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