Am kommenden Sonntag um 17 Uhr spielen die Drittliga-Volleyballerinnen des FCJ Köln um den Einzug ins WVV-Pokalfinale. Das Team von Trainer Jimmy Czimek gastiert im Halbfinale des Westdeutschen Pokals beim klassentieferen Oberligisten Senden.
Was vom Papier her als eine klare Sache erscheint, wird für die Kölnerinnen jedoch ein hartes Stück Arbeit werden, denn zahlreiche Spielerinnen der Sendener Mannschaft kennen die Kölnerinnen nur zu gut. Sie kehrten vor gut einem Jahr dem damals starken Regionalligisten Warendorf, dem Köln in der Saison zweimal unterlag, den Rücken, um in Senden in der Verbandsliga anzuheuern. Direkt in der ersten Saison gelang der Aufstieg in die Oberliga und der Einzug in das Pokalhalbfinale. Auf dem Weg dahin besiegten die Sendenerinnen am vergangenen Wochenende im Viertelfinale (Köln hatte ein Freilos) den Regionalligisten Sorpesee, so dass die Spielerinnen des FCJ vor Sendens Klasse gewarnt sind.
Die Kölnerinnen haben ein erfolgreiches vergangenes Wochenende erlebt. Mit zwei Siegen kehrte das Team wieder in die Erfolgsspur zurück. Dabei war eine deutliche Steigerung der gesamten Mannschaft zu erkennen. Nicht nur spielerisch, sondern auch vom kämpferischen Einsatz her stimmte es bei der Mannschaft von Trainer Jimmy Czimek, der in beiden Spielen nahezu jeder Spielerin Spielanteile einräumte. Am kommenden Wochenende wird zudem Silke Schrieverhoff nach ausgeheilter Verletzung wieder mit von der Partie sein, so dass der Kölner Mittelblock weiter aufgerüstet wird. Dafür ist ein Einsatz von Ike Mersmann, die sich im Spiel gegen Olpe unglücklich das Knie verdrehte, eher unwahrscheinlich.
Dennoch werden die Kölnerinnen aufgrund ihres großen Kaders mit zwölf Spielerinnen auflaufen können – ein großer Vorteil, den Kölns Trainer Jimmy Czimek insbesondere im zweiten Teil der langen Saison auszuspielen hofft. „Wir hoffen, dass Ike sich nicht ernsthaft verletzt hat und drücken ihr die Daumen. Dennoch blicke ich optimistisch auf das Wochenende, das im Ligabetrieb eigentlich spielfrei gewesen wäre. So bleiben wir im Rhythmus und ein weiteres Spiel macht immer Spaß – vor allem, wenn es um den Einzug in das WVV-Pokalfinale geht“, so der Kölner Coach.
Für die Kölnerinnen ist es schon jetzt ein echter Erfolg, standen sie in der Vereinsgeschichte bislang noch nicht im Halbfinale. Dass das Finale bereits eine Woche später zudem möglicherweise in Köln, d.h. als Heimspiel, ausgetragen würde, könnte für Spielerinnen und Trainer ein weiterer Anreiz sein, am Wochenende alles zu geben und die Sendener Mannschaft sowie die eigentümlichen Gesetze des Pokals nicht zu unterschätzen.
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