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12.10.2008 - Bundesligen - Quelle/Autor: evivo Düren

Bundesliga: Evivo gewinnt Krimi gegen Wuppertal

Der erste Heimsieg ist geschafft. In einer hoch-spannenden Partie kann der Volleyball-Bundesligist evivo düren den Lokalrivalen Wuppertal Titans niederringen.

3:1 (25:23, 21:25, 26:28, 26:24) behielt evivo in einer von viel Kampf und Einsatz geprägten Partie die Oberhand. Wuppertal, das mit hohem Risiko und viel Einsatz spielte, war über die gesamte Partie ein gefährlicher Gegner. Trotzdem konnten die 1000 Zuschauer in der Arnea Kreis Düren am Ende den Sieg feiern.

Eine Sache hatte sich die Mannschaft von Trainer Sven Anton offenbar vorgenommen: Sie wollte geduldiger spielen als in den zwei Bundesliga-Auftritten zuvor. Im ersten Durchgang ist das gelungen. Bis zum 22:22 war die Partie ausgeglichen. Wuppertal spielte, zur Überraschung von evivo, viele Angriffe über die Mitte. Bis Malte Holschen zu Werke ging. Zwei wichtige Blockpunkte des 26-Jährigen machten am Ende den Unterschied.
Zu Beginn des zweiten Satzes schien evivo gut in der Partie zu sein und setzte sein geduldiges Spiel bis zur 10:8-Führung fort. Dann konnte sich Vladimir Rakic zwei Mal nicht im Angriff durchsetzen, Sven Dick wackelte in der Annahme und Heriberto Quero drückte einen Ball gegen die Netzantenne. Das Resultat: Die Gäste führten 16:12 und ließen sich diese Führung bis zum Satzende nicht mehr nehmen.

Dramatisch verlief Satz drei. Zwei aufopferungsvoll kämpfende Mannschaften lieferten sich ein spannendes Duell mit vielen langen, spektakulären Ballwechseln. Den Start hatte evivo etwas verschlafen und was 2:5 im Hintertreffen. Zwei starke Blocks von Tim Elsner bedeuteten das 11:10 für die Heimmannschaft. Zwei Annahmefehler von Sven Dick ließen Wuppetal wieder mit 15:12 in Führung gehen. Niklas Rademacher kam in die Partie und setzte sofort einen Block. Quero ließ einen Punkt mit seinem Aufschlag folgen und verwandelte dann, nachdem Rademacher in der Abwehr sicher gestanden hatte. Nach dem längsten Ballwechsel der Partie, den Wuppertal mit viel Einsatz gewinnen konnte, führte Düren 19:18 und hatte beim 24:22 zwei Satzbälle. Zunächst verschlug Spielmacher Sebastian Kühner einen zweiten Ball, dann setzte Quero einen Angriff ins Aus, ehe Rademacher ein Annahmefehler unterlief. Plötzlich hatte Wuppertal Satzball. Die evivo-Schwäche in dieser Phase: Sämtliche Spieler produzierten zu einfache Aufschlagfehler. Eine Abwehraktion des eingewechselten Felix Isaak, die Tim Elsner mit einem raffinierten kurzen Ball erfolgreich abschließen konnte, drehte den Vorteil wieder. Ein guter Flatteraufschlag von Isaak brachte evivo-Blocker Vladimir Rakic ins Spiel, der den Wuppertaler Angriff pflückte und damit den in der Arena euphorisch gefeierten Satzgewinn sicherte.

Wer geglaubt hatte, dass die Gäste aus dem Bergischen Land jetzt einbrechen würden, sah sich getäuscht. Erneut war es evivo, das den schlechteren Start in den Satz erwischte. 1:4 lag die Mannschaft hinten und Trainer Sven Anton nahm eine frühe Auszeit. Mit Erfolg: Nach einer Finte und einem Block des ehemaligen Wuppertaler Sebastian Kühner führte Düren 6:5. In der Satzmitte baute Malte Holschen den Vorsprung mit zwei Blocks auf 16:13 auf. Lars Dinglinger brachte seine Wuppertaler mit einem Block gegen Heriberto Quero wieder auf 20:21 heran. Ein erfolgreicher kurzer Aufschlag von Rademacher und ein Block von Malte Holschen brachten den ersten Satzball für Düren beim Stande von 24:23. Erst der zweite Anlauf war erfolgreich: Kühner servierte stark, Isaak stopfte die zu lange Annahme der Gegner ins Wuppertaler Feld und startete damit ein ausgiebige Jubelarie.

Erleichterung und Freude waren groß. Die Spieler, Verantwortliche und Fans feierten den Sieg anschließend so, als sein der Einzug in das Finale gelungen. Der unbedingte Siegeswille ist zurück in Düren. „Wir haben phasenweise wirklich gutes Niveau gespielt“, fasste der Jüngste im Dürener Team, Felix Isaak (19), nach der Partie zusammen. „Jetzt müssen wir daran arbeiten, dass wir das konstanter machen.“ Der Schritt in die richtige Richtung war nicht zu übersehen. Genau so wenig wie die Tatsache, dass noch viel Arbeit vor Sven Anton und seinen Mannen liegt. Für die aufopferungsvoll kämpfenden Wuppertaler blieb nur der äußerst bittere Trost von vielen Komplimenten ob der starken Leistung.


Die nächsten Spiele:
18.10.08 20:00 EnBW TV Rottenburg - evivo düren
25.10.08 19:30 evivo düren - ZT VCO Berlin
08.11.08 19:30 evivo düren - VfB Friedrichshafen
18.11.08 20:15 SCC Berlin - evivo düren
24.11.08 20:15 evivo düren - Moerser SC

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