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22.12.2011 - CEV - Quelle/Autor: Fabian Repetz

Erleichterung in vier Sätzen

Spannung pur beim Public Viewing in der ZF Arena: Während die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen im 1.300 Kilometer entfernten Baia Mare (Rumänien) gegen Remat Zalau um wichtige Punkte in der 2012 CEV Volleyball Champions League kämpften, verfolgten rund 150 VfB-Fans die Partie ihrer Mannschaft über die Leinwand im Foyer der ZF Arena – und bekamen ein nervenaufreibendes Match mit einem überglücklichen Gewinner zu sehen

Friedrichshafen (rep). Das Duell des VfB Friedrichshafen gegen Remat Zalau in der 2012 CEV Volleyball Champions League bot in allen vier Sätzen eine regelrechte Achterbahnfahrt für Spieler und Fans gleichermaßen. Freudenjubel und Szenenapplaus erklangen beim Public Viewing im Foyer der ZF Arena ebenso oft wie aufgeregte Schreie über vergebene Chancen. Erst nach exakt 120 Spielminuten durften die Häfler Fans den hart erkämpften aber verdienten 3:1-Sieg (23:25, 25:22, 25:23,
27:25) ihres VfB bejubeln – und ließen dabei mindestens ein ganzes Bündel an Nerven.

Die Lascar Pana Sports Hall im rumänischen Baia Mare war mit 200 Zuschauern nur spärlich besetzt, die Stimmung in der 2.000 Zuschauer fassenden Halle entsprechend verhalten. Dies tat der Atmosphäre im Foyer der ZF Arena jedoch keinen Abbruch, schließlich zählte nur das, was über die riesige Leinwand in Friedrichshafen flimmerte. Die Enttäuschung der versammelten VfB-Fangemeinde war ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben, als der VfB Friedrichshafen nach einer halben Stunde bereits mit 0:1 zurück lag. Es sah so aus, als würde Zalau tatsächlich zum Stolperstein für den Deutschen Meister werden. Nach komfortablen Vorsprüngen oder Rückständen glichen sich beide Teams jeweils zum Satzende hin aus und kämpften die entscheidenden Punkte stets auf Augenhöhe aus.

Als hätten die Häfler Volleyballer um Kapitän Joao José die zahlreichen Zurufe ihrer Fans aus der Heimat gehört, hatten sie allerdings in den anschließenden Sätzen das jeweils bessere Ende. „Auf geht’s Marcus, ein Ass!“, rief VfB-Teamarzt Johann Kees in Richtung Leinwand, als sich VfB-Mittelblocker Marcus Böhme den Ball im dritten Satz zum Aufschlag zurecht legte. Er lief an, sprang, schoss und traf unhaltbar ins gegnerische Feld – Ass.

Nachdem im vierten Spielabschnitt der Satzball für die Rumänen erfolgreich abgewehrt werden und der eigene Satz- und Matchball genutzt werden konnte, brach bei den Fans im Foyer, die den VfB lautstark unterstützen, tosender Applaus los. „Das war unglaublich spannend und aufregend heute“, sagte Kees und fügte hinzu: „Ich bewundere die Leistung unserer Jungs, nach so einer langen Reise und Grippeanzeichen im Team, eine derart starke Leistung abzurufen.“

VfB-Geschäftsführer Jürgen Hauke, der das Spiel ebenso im Foyer verfolgte, musste vier Sätze lang mit seiner Mannschaft um den Sieg zittern, freute sich danach aber umso mehr darüber. „Das ist ein wunderbares vorweihnachtliches Geschenk“, so Hauke. „Wir haben sehr gut gekämpft und verdient gewonnen“. Mit diesem Sieg konnte sich der VfB Friedrichshafen ein sicheres Polster für die weiteren Spiele schaffen.
„Die drei Punkte in Zalau waren äußerst wichtig. Wir haben uns dadurch in eine deutlich verbesserte Ausgangslage für die zwei weiteren Champions-League-Spiele gebracht.“

Am 10. Januar (20.30 Uhr) ist der VfB zu Gast bei Euphony Asse-Lennik (Belgien), das gegen Zenit Kazan (Russland) nur knapp mit 2:3 unterlag.
Mit einem Sieg oder einer 2:3-Niederlage wäre der VfB dann vorzeitig in der nächsten Runde der Champions League. Vielleicht schaffen es die Häfler erneut, durch die Anfeuerung der Fans in der Heimat, eine starke Partie zu zeigen – und wie im Fall von Marcus Böhme, Asse auf Zuruf zu schlagen.


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Die kommenden Spiele des VfB Friedrichshafen
27.12.2011 (19.30 Uhr) DVV-Pokal Halbfinale: Moerser SC – VfB Friedrichshafen
29.12.2011 (20.00 Uhr) BL: TV Bühl – VfB Friedrichshafen
07.01.2012 (19.00 Uhr) BL: Netzhoppers KW – VfB Friedrichshafen

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