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22.01.2012 - Bundesligen - Quelle/Autor: Philipp Vollmer

Bundesliga: EnBW TVR: Satzerfolg gegen den ungeschlagenen Tabellenführer

Vor 1.900 Zuschauern im ersten Heimspiel des Jahres schaffte der EnBW TV Rottenburg gegen den ungeschlagenen Tabellenführer und dreifachen Pokalsieger Generali Haching am Samstagabend einen tollen Satzerfolg. Am Ende setzte sich der Favorit mit 3:1 (21:25, 25:19, 25:12, 25:19) durch, „aber was wir heute gezeigt haben, war eine sehr gute Antwort auf den schlechten Auftritt in Spergau“ sagte Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger.

Beim Spiel gegen Haching trugen Rottenburgs Spieler zum ersten Mal das Logo des Non-Profit-Projekts Stifter-Helfen.de auf ihren Hosen, welches der EnBW TV Rottenburg unentgeltlich unterstützt.

Auftakt nach Maß für den EnBW TV Rottenburg: Die knapp 2.000 Zuschauer in der Paul Horn-Arena konnten spüren, dass ihr Team die bittere Auswärtsniederlage gegen den CV Mitteldeutschland vergessen machen wollte. Nach ausgeglichenem Start ging Rottenburg mit einer 8:7-Führung in die erste technische Auszeit. Vor allem stark im Block erspielt sich das Team zur zweiten technischen Auszeit einen 16:13 Vorsprung. Obwohl sich Haching nicht geschlagen geben wollte und immer wieder auf einen Punkt herankam, ließ sich der Gastgeber nicht von seinem „run“ abbringen und holte sich verdient den ersten Satz mit 25:21 gegen den noch ungeschlagenen Tabellenprimus. Es war erst der siebte Satz im 15. Bundesligaspiel, welchen Generali abgab.

„Heute scheint etwas drin zu sein gegen Haching“ mag sich der ein oder andere Rottenburger Spieler gedacht haben und auch die begeisterten Fans gaben ihre Freude lautstark kund und peitschten ihr Team nach vorn. Über ein zwischenzeitliches 4:4 setzte sich der Champions League Teilnehmer jedoch stetig ab, beim 5:10 versuchte Rottenburgs Trainer Müller-Angstenberger seine Spieler mit einer Auszeit wieder „aufzuwecken“. Auch von einem 6-Punkte-Rückstand zur zweiten technischen Auszeit ließ sich Rottenburg an diesem Abend nicht beirren. Mit großem Kampfgeist arbeitete sich das Team wieder auf Schlagdistanz heran, verkürzte zwischenzeitlich auf zwei Punkte, musste sich aber am Ende mit 18:25 geschlagen geben.

Nach einer stimmungsvollen 10-Minuten-Pause mit den Rope-Skippern des SV Poltringen erwischten die Gäste aus Bayern den besseren Start in den dritten Durchgang und konnten sich kontinuierlich absetzen. Wie in Satz zwei hatte der Pokalsieger zur zweiten technischen Auszeit die Nase mit 16:10 vorn. Trainer Müller-Angstenberger versuchte mit den Einwechslungen von Yassir Sliti, Gergely Chowanski und Freek Michel das Blatt nochmal zu wenden, doch die anfängliche Souveränität im Rottenburger Spiel schien dahin. Mit 25:12 gewann der Favorit den dritten Abschnitt in dominierender Manier.

Im vierten Durchgang sollte sich die aktuell beste Mannschaft in Deutschland das Spiel nicht mehr nehmen lassen. Stark im Block mit Max Günthör und MVP Cedeno Fredy Ramon und immer wieder erfolgreich über Alexander Shafranovich konnte das Team von Mihai Paduretu sich einen komfortablen Vorsprung erspielen, den die Randmünchner auch ins Ziel brachten. Mit 25:19 gewannen die Bayern den vierten Durchgang und sicherten sich im 15. Bundesligaspiel ihren 15. Sieg.

Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger war zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, auch wenn er der vergebenen Chance im zweiten Satz hinterhertrauerte. „Nach dem Satzerfolg sind unsere Fehlerquoten unnötig hochgegangen. Wenn wir im zweiten Durchgang voll draufgehen, dann kann die Überraschung klappen.“ Trotzdem zog der Trainer den Hut vor seiner Mannschaft, „die Haching eine Idee davon gab, heute hier zu verlieren“. Für die nächsten Spiele forderte der zweifache Vater vor allem, auch in Auswärtsspielen so beherzt aufzutreten wie in Tübingen. „Daheim haben wir diese Saison noch nie schlecht gespielt, leider aber auswärts zu oft“.

Unter den 1.900 begeisterten Zuschauern waren auch knapp 50 Hachinger Anhänger, unter ihnen Generali-Manager Josef Köck. Dieser war froh über den Sieg seiner Mannschaft, welcher gut in die beeindruckende Serie seiner Mannschaft hineinpasse. „Rottenburg hat uns heute aber vor allem im ersten Satz gefordert und super gespielt. Die Atmosphäre war wieder toll, wir kommen gerne nach Tübingen“ sagte Köck. Als beste Spieler des Abends wurden Gergely Chowanski (EnBW TVR) und Fredy Ramon Cedeno (Haching) gewählt.

Karten für das nächste Heimspiel am 28. Januar 2012 gegen die Netzhoppers KW-Bestensee (Beginn: 20 Uhr, Paul Horn-Arena in Tübingen) gibt es online unter www.easy-ticket.de, bei über 80 Vorverkaufsstellen von Easy Ticket oder telefonisch unter 0711 / 2 55 55 55.

Die nächsten Spiele des EnBW TV Rottenburg:

Datum: Tag: Uhrzeit: Gegner: Halle:
25.01.2012 Mittwoch 20:00 VfB Friedrichshafen ZF Arena
28.01.2012 Samstag 20:00 Netzhoppers KW-Bestensee Paul Horn-Arena

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