Am 24. Oktober, dem Tag der Auslosung zur EM-Qualifikation, waren die Bundestrainer Raúl Lozano und Han Abbing nicht zu erreichen, da sie in ihren Heimatländern Argentinien bzw. Niederlande weilten. Zwei Tage danach äußerten sie sich telefonisch zu den Gegnern und Aussichten in der EM-Qualifikation.
Männer-Bundestrainer Lozano sprach von „einer machbaren Aufgabe. Estland hat bei der EM gezeigt, dass es guten Volleyball spielen kann, aber wir wollen die Favoritenrolle annehmen und bereits im ersten Anlauf die EM-Qualifikation unter Dach und Fach bringen.“ Die DVV-Männer bekommen es in zwei Viererturnieren mit Estland, Montenegro und dem Sieger der Vor-Qualifikation Dänemark/Kroatien zu tun. Das erste Turnier findet in Montenegro statt, beim zweiten hat die DVV-Auswahl Heimrecht (Interessierte Ausrichter können sich beim DVV-Sportdirektor Günter Hamel (hamel@volleyball-verband.de) bewerben). Der Turniersieger qualifiziert sich für die EM-Endrunde 2011 in Österreich & Tschechische Republik, der Zweitplatzierte hat über eine Play-off Runde gegen einen anderen Zweitplatzierten eine zweite Qualifikationschance.
Juniorinnen-Bundestrainer Abbing hat zunächst mit ganz anderen Dingen zu kämpfen: „Die Gruppe ist schwierig zu beurteilen. Ich kenne meine Mannschaft selbst noch nicht...Mit Holland, Bulgarien und uns gibt es insgesamt drei Mannschaften aus Ländern mit einer guten Volleyballkultur. Da unser Jahrgang sich entschieden hat, sich nicht gemeinsam in Berlin weiter zu entwickeln, ist ein Qualifikationsturnier im April, mitten in der Bundesligasaison, eine mehr als schwierige Aufgabe. Die Qualifikation ist sicherlich nicht unmöglich, aber dadurch sehr schwer.“ In der Qualifikation trifft die deutsche Mannschaft auf Bulgarien, die Niederlande, Spanien, Portugal und die Schweiz. Lediglich der Turniersieger qualifiziert sich direkt für die EM-Endrunde 2010 in Serbien, der Zweit- und Drittplatzierte nehmen an Play-off Turnieren im teil.
Abbing wird in Kürze eine „Deutschland-Reise“ antreten und den Stützpunkten sowie Vereinen mit Kaderspielerinnen Besuche abstatten, um zu erfahren, „was überhaupt die Ziele sind.“ Für die EM-Qualifikation Anfang April in der Schweiz „würde ich gerne zwei bis drei Wochen Vorbereitung haben, aber das ist in der laufenden Bundesliga-Saison sicherlich sehr schwer zu realisieren“, so Abbing.
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