Deutschlands Sitzvolleyballer bleiben bei der EM in Rotterdam weiter im Rennen um das Paralympic Ticket. Das Team von Rudi Sonnenbichler und Jürgen Vorsatz setzte seine Siegesserie auch im Viertelfinale mit einem glatten 3-0 Sieg gegen Kroatien fort. Im Halbfinale trifft das deutsche Team morgen auf Russland. Im zweiten Halbfinale stehen Titelverteidiger Bosnien und die Ukraine.
Ausführlicher Spielbericht
Mit einer auch in dieser Höhe verdienten 3-0 Sieg haben Deutschlands Sitzvolleyballer das Halbfinale der Europameisterschaft in Rotterdam gegen Russland am Freitag um 17.00 Uhr erreicht.
Deutschland begann wie gewohnt mit der bewährten Startformation. Mit druckvollem Angriffsspiel erarbeitete sich das eine 8:5 Führung. Danach agierten die Deutschen unkonzentriert und Kroatien konnte auf 12:13 verkürzen. Im Angriff waren es immer wieder die Leipziger Alexander Schiffler und Christoph Herzog, die für die wichtigen Punkte in diesem Satz sorgten. Am Ende stand ein nie gefährdeter 25:18-Satzerfolg.
Im zweiten Satz knüpften die Deutschen an die souveräne Leitung aus dem ersten Satz an. Zuspieler Benjamin Oesch führte geschickt Regie und setzte die Angreifer gut in Szene. Über den Zwischenstand von 16:10 konnte Deutschland auch diesen Satz mit 25:17 gewinnen.
Mit dem sicheren 2:0-Vorsprung im Rücken spielte das deutsche Team im dritten Satz frei auf und erarbeitete sich eine 8:2-Führung. Im Angriff kam nun Kapitän Jürgen Schrapp besser zur Geltung und dominierte mit Alexander Schiffler das Angriffsspiel. Mit 25:15 ging auch dieser Satz an das deutsche Team.
Mit diesem Sieg hat sich Deutschland schon jetzt eine weitere Chance zur Qualifikation für die Paralympics gesichert und darf nach dem 3:0-Sieg am Interkontinental-Cup in Ägypten teilnehmen, wo das letzte Ticket für London vergeben wird.
Sollte sich Bosnien im zweiten Halbfinale gegen die Ukraine durchsetzten, hat sich der Sieger der Begegnung Russland gegen Deutschland für die Paralympics qualifiziert. Der Verlierer hat dann noch die Chance sich über den Intercontinentalcup im März in Ägypten. Zu qualifizieren.
Startformation Deutschland: Thomas Renger, Jürgen Schrapp, Heiko Wiesenthal (alle TSV Bayer 04 Leverkusen), Benjamin Oesch, Alexander Schiffler, Christoph Herzog (BV Leipzig)
Stimmen zum Spiel
Bundestrainer Rudi Sonnenbichler: „Meine Mannschaft hat heute eine souveräne Teamleistung abgerufen, so dass der 3:0-Sieg zu keiner Zeit gefährdet war. Einziger Wehrmutstropfen ist die Tatsache, dass sich Routinier Steffen Barsch im Vormittagstraining am Finger verletzte, so dass er wohl im Verlaufe des Turniers nicht mehr eingesetzt werden kann. Somit liegt m Zuspiel nun alle Last auf den schmalen Schultern von Benjamin Oesch, der heute ein gutes Spiel gemacht hat. Das schwerste Spiel im Turnierverlauf folgt morgen im Halbfinale gegen Russland. Russland ist ein Gegner, der uns im athletischen Bereich überlegen ist. Unser Team wird seinen Kampfgeist, basierend auf einer starken Feldabwehr, dagegen in die Waagschale werfen. Die Chancen stehen morgen 50:50.“
Mannschaftskapitän Jürgen Schrapp: „Die heutige Leistung hat gezeigt, dass wir mit unserer Vorbereitung richtig gelegen haben. Schon jetzt kann man sehen, dass wir den Abstand zur Weltspitze minimiert haben. Ich bin stolz auf dieses Team, in dem alle an einem Strang ziehen.“
Der deutsche Kader bei der EM: Stefan Hähnlein, Thomas Renger, Barbaros Sayilir, Jürgen Schrapp, Siegmund Soicke, Heiko Wiesenthal (alle TSV Bayer 04 Leverkusen). Martin Rickmann, Peter Schlorf, Steffen Barsch (SCC Berlin), Benjamin Oesch, Alexander Schiffler, Christoph Herzog (BV Leipzig)
Bundestrainer: Rudi Sonnenbichler
Co-Trainer: Jürgen Vorsatz
Teammanager / Pressearbeit: Jörg Frischmann
Physiotherapeut: Stephan Henne
Scout: Sebastian Wagener
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