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24.01.2012 - Bundesligen - Quelle/Autor: Conny Kurth

Bundesliga: Derby mit Unterhaltungswert

Schwabenderby in der ZF Arena: Am Mittwoch (25. Januar, 20 Uhr) empfängt der VfB Friedrichshafen die Konkurrenz aus dem Ländle, den EnBW TV Rottenburg. Zwar rangiert dieser derzeit nur auf dem zehnten Tabellenplatz, ein hoher Unterhaltungswert aber ist schon allein aufgrund TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger garantiert

Friedrichshafen (cku). Der erste Satz zwischen dem EnBW TV Rottenburg und dem VfB Friedrichshafen am 29. Oktober war gerade beendet, als Hans Peter Müller-Angstenberger seinen Emotionen freien Lauf ließ. Wie von der Tarantel gestochen raste der Rottenburger Trainer mit ausgebreiteten Armen um das Spielfeld und feierte ausgelassen den Satzgewinn seines Teams. Was auf der einen Seite ungebremste Freude war, wurde auf Häfler Seite ungläubig beobachtet. „Er ist ja dafür bekannt, dass er regelmäßig abgeht“, sagt VfB-Mittelblocker Marcus Böhme. „Aber das war sogar für seine Verhältnisse viel.“

Ob Müller-Angstenberger in dieser Woche erneut Grund zum Jubeln hat, bleibt offen. Sicher dagegen ist, dass das Schwabenderby zwischen Friedrichshafen und Rottenburg am Mittwoch (25. Januar, 20 Uhr) in der ZF Arena eine Partie mit Unterhaltungswert wird. Einerseits wegen des Rottenburger Unikums. Andererseits aber auch, weil die Häfler an die Form anknüpfen wollen, mit der sie in der 2012 CEV Volleyball Champions League Russlands Meister Zenit Kazan besiegten und zuletzt in der Bundesliga evivo Düren eine Lehrstunde erteilten.

Zwar rangiert Rottenburg wie auch Düren im Tabellenkeller der Volleyball-Bundesliga. Probleme beim Spagat zwischen den Begegnungen auf unterschiedlichem Niveau aber verspüren die VfB-Akteure nicht. „Das ist überhaupt nicht schwierig“, sagt Böhme. „Man muss immer seine beste Leistung zeigen.“ Das heißt im Fall Rottenburg: „Wir sollten keine Blumen hinterherwerfen, aber durchaus ein paar Dinge ausprobieren. Es gibt noch einiges zu verbessern.“

Als verbesserungswürdigen Punkt führt der 2,11 Meter Mann zuerst den Aufschlag an. Kaum vorstellbar, sorgt Böhme doch mit seinem Service bei den gegnerischen Annahmespielern regelmäßig für weiche Knie. „Das muss immer noch sicherer werden“, sagt er und erklärt sein Erfolgsrezept. „Es gibt die Variante ,einfach drauf’, die meistens Richtung Position fünf/sechs geht. Und es gibt die Variante mit weniger Risko, mit der ich genauer aufschlagen und mehr steuern kann. Welche zum Einsatz kommt, hängt von der jeweiligen Spielsituation ab.“

Erst zwei Mal, noch nie aber beim Gastspiel am Bodensee, gelang Rottenburg seit dem Aufstieg im Jahr 2008 ein Satzgewinn gegen den VfB. Derzeit trennen den Tabellenzehnten, der im Dezember mit Diagonalangreifer Falko Steinke von den RWE Volleys Bottrop einen der Bundesliga-Topscorer der vergangenen Jahre verpflichtete, zwei Punkte vom achten und letzten Play-off-Platz. Um diesen doch noch zu erreichen, wurden zuletzt sämtliche trainingsfreie Tage gestrichen. „Lassen wir uns überraschen, wie sich Rottenburg präsentiert“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu. „An unserem Ziel ändert das so oder so nichts. Unser Anspruch muss es sein, zu gewinnen – und zwar möglichst deutlich.“
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Die kommenden Spiele des VfB Friedrichshafen
29.01.2012 (16.00 Uhr) BL: RWE Volleys Bottrop - VfB Friedrichshafen
01.02.2012 (+/- 1 Tag) CHL: VfB Friedrichshafen – Tours VB (FRA)
04.02.2012 (19.30 Uhr) BL: VfB Friedrichshafen – VC Gotha

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