Die Spannung steigt seit zehn Wochen kontinuierlich. Am Sonntag wird der Höhepunkt erreicht. Dann wird es sich zeigen, ob evivo düren den ersten Titel der Vereinsgeschichte einsammeln kann.
Ab 15.30 Uhr tritt der Volleyball-Bundesligist aus dem Rheinland im Carolinen Volleyball Pokalfinale an. Gegner ist niemand geringeres als Titelverteidiger Generali Haching. Über Prognosen und Chancen ist im Vorfeld bereits viel diskutiert worden. Deswegen hier nur ein paar wesentliche Bemerkungen: „Die Chancen stehen 50:50“, sagt evivo-Trainer Sven Anton, bevor der Anpfiff im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen ertönt. Mihai Paduretu, der Coach des Titelverteidigers aus Haching, stimmt seinem Dürener Kollegen zu. „Das Pokalfinale war in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr so ausgeglichen besetzt. Wetten ist gefährlich.“
In einem weiteren Punkt sind sich die Kontrahenten ebenfalls einig: In Halle wird der Zähler wieder auf Null gestellt. Da ist es ohne große Bedeutung, dass Haching den Titel 2009 gewinnen konnte, dass evivo die Bayern in der Saison zwei Mal geschlagen hat und am vergangenen Bundesliga-Spieltag eine überraschende Niederlage in Bottrop hinnehmen musste. „Halle ist eine komplett neue Situation“, schilderte evivo-Kapitän Jan Umlauft. „Was vorher war zählt nicht.“ Große taktische Überraschungen dürften beide Teams nicht für einander parat haben. „Die Teams kennen sich“, so Anton. Düren weiß, dass es einen guten Aufschlag braucht, um den Spielaufbau des Titelverteidigers zu stören. Denn wenn Haching sein schnelles Spiel aufziehen kann, dann bekommt der Dürener Block Probleme. Das soll aber nicht der Fall sein. Im Gegenteil: Dürens Block und Feldabwehr sollen das Problem der Hachinger werden. „Die Unterschiede werden minimal sein“, sagte Paduretu. Wer in Aufschlag und Annahme besser zurecht kommt, der hat gute Karten.
Düren muss in Halle weiter auf die Langzeitverletzten René Reinaerts und Alexander Mayer verzichten. Michael Olieman und Niklas Rademacher sind einsatzbereit, aber noch nicht bei 100 Prozent angelangt. Bei Haching steht ein Fragezeichen hinter Zuspieler Huib den Boer.
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