Wer Kinder und Jugendliche für Volleyball begeistern will, muss seine Ressourcen gezielt für die Nachwuchsarbeit einsetzen. Dieser Leitgedanke ist bei der FT von 1844 Freiburg mehr als eine hohle Phrase, seit Daniel Raabe am 1. September seine Stelle als hauptamtlicher Jugendkoordinator beim Freiburger Zweitbundesligisten angetreten hat. Erstmals beschäftigen die 1844-Volleyballer damit einen Jugendtrainer auf 100-Prozent-Basis.
„Engagierte Jugendarbeit mit leistungssportlichem Ansatz erfordert den ungeteilten Einsatz einer gut ausgebildeten Trainerkraft“, sagt 1844-Sportwart Florian Schneider. „Durch die G-8-Problematik und den Transfer Schule-Verein beim Wechsel auf die weiterführende Schule gibt es ein Problem, Kinder dauerhaft an eine Sportart zu binden.“ Deshalb braucht es einen kompetenten Übungsleiter und Ansprechpartner für Kinder, Eltern und Lehrer, um langfristige und kontinuierliche Talentförderung zu gewährleisten.
Die FT-Verantwortlichen sind zuversichtlich, in Daniel Raabe diese Person gefunden zu haben. Der 29-jährige A-Schein-Anwärter bildete bislang den Nachwuchs beim Bundesligisten TSV Georgii Allianz Stuttgart aus. Zudem arbeitete Raabe, der vor kurzem sein BWL-Studium abgeschlossen hat, als Assistent unter Landestrainer Michael Mallick mit der baden-württembergischen Jungen-Auswahl.
„Das Stuttgarter Modell war für uns interessant“, sagt Schneider. Dabei übernehmen die Jugendtrainer zwei oder drei Sportstunden in ausgewählten Schulen, um dadurch Spaß und Motivation für das Training im Verein zu wecken. „Mit diesem Schnuppertraining haben wir in Stuttgart innerhalb kürzester Zeit 15 Kinder für unser Vereinstraining gewinnen können“, sagt Raabe, der bei der Auswahl der Talente nicht nur auf Körpergröße und Wachstumsprognosen achtet: „Mich interessieren auch die ballbegabten Kids. Ich halte es für wichtig, ihnen eine gute Technik beizubringen und den Teamgeist zu fördern. Nur so kann der Aufbau einer funktionierenden Mannschaft gelingen.“
Raabe übernimmt das Aufgabenfeld von Christian Hohmann, der drei Jahre lang als 50-Prozent-Kraft für die FT im Nachwuchsbereich gearbeitet hat. Hohmann zieht es aus beruflichen Gründen nach Karlsruhe. Raabe will sich vor allem den Jahrgängen 1997 bis 2000 widmen, dabei sowohl Mädchen als auch Jungen fördern. Sein Hauptaugenmerk gilt somit den Viertklässlern in den Freiburger Grundschulen sowie den ersten beiden Klassenstufen in den weiterführenden Schulen. Unterstützt wird er dabei von den Jugendtrainern Sebastian Wankmüller und Tobias Aichroth.
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