VT Aurubis Hamburg hat gestern Abend in der Stuttgarter SCHARRena bei Smart Allianz Stuttgart einen wahren Volleyball-Krimi nach 125 Spielminuten am Ende aus der Hand gegeben. Vor 640 Zuschauern unterlag VT Aurubis mit 2:3 (25:16, 20:25, 30:28, 19:25 und 20:22) trotz fünf eigener Matchbälle. Das auch Stuttgart vier Matchbälle benötigte, um zum Sieg zu kommen, ist wenig tröstlich. Wie eng das Spiel war, zeigt auch ein Blick auf die Ballstatistik, die mit 116:114 genau bei den letzten beiden Punkten den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmacht.
Das Spiel begannen die Hamburgerinnen sehr stark und brachten Stuttgart damit früh in Verlegenheit. Den erspielten deutlichen Vorsprung wandelte das Team von Jean-Pierre Staelens nach 21 Spielminuten in eine 1:0-Satzführung um.
Danach begann das erwartet enge Spiel, dessen dramatisches Ende zu diesem Zeitpunkt niemand erahnen konnte. Stuttgart steigerte sich und glich nach weiteren 24 Spielminuten mit 25:20 aus. Im 3. Satz ließen die Gasgeberinnen ihre Chancen auf eine 2:1-Führung liegen. Sie lagen mit 21:17 vorne, hatten mehrere Satzbälle und sahen sich dennoch nach 31 Spielminuten mit 28:30 im Hintertreffen, weil die Hamburgerinnen in diesem Satz immer an sich geglaubt und sich so in den Satz zurückgekämpft haben.
Den 4. Satz spielte Stuttgart trotz des zuvor verlorenen Satzes auf hohem Niveau und konnte so durch ein 25:19 den Tie-Break erzwingen. In diesem mussten die Hamburgerinnen nun die Stuttgarter Erfahrung aus dem 3. Satz „nacherleben“. Über 11:8 erkämpften sich die Kupfer-Ladies beim 14:12 die ersten zwei Matchbälle, ließen diese aber liegen und konnten auch die drei folgenden nicht verwerten. Da auch die Stuttgarterinnen erst den 4. Matchball verwandelten, dauerte der Satz fasst so lang, wie ein „normaler“ Satz. Am Ende hieß es 22:20 oder 116:114 oder zwei mehr für Stuttgart. Den Hamburgerinnen traten daher trotz eines tollen Auswärtsspiels die Heimfahrt nur mit leeren Händen und der Bestätigung an, dass es im Volleyball eben kein Unentschieden gibt.
Für Mannschaftsführerin Imke Wedekind, die zum zweiten Mal in Folge zur MVP gewählt wurde, bleibt die Hoffnung, für ihre gute Leistung bald auch einmal die goldene DVL-Medaille in Empfang nehmen zu dürfen – vielleicht schon am Samstag nach dem Spiel gegen Suhl?
MVP: Stuttgart: Flore Gravesteijn (11); Hamburg : Imke Wedekind (13)
Am kommenden Samstag heißt es im Rahmen eines Doppelspieltages zweimal
CU Arena: „See you – Volleyball meets friends“
15:00 Uhr: VT Aurubis Hamburg II – VfL Oythe
18:00 Uhr: VT Aurubis Hamburg – VfB Suhl
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