Ihren Titel können sie nicht verteidigen, eine Medaille wollen Julius Brink/Jonas Reckermann aber auf jeden Fall bei der Beach-WM in Rom gewinnen. Um 17.35 Uhr beginnt das Spiel um Platz drei gegen die Letten Plavins/Smedins (live auf www.laola1.tv und Sport1+). Gelingt der Coup wäre Julius Brink der erste Europäer, der drei WM-Medaillen gewonnen hat (Bronze 2005, Gold 2009).
Doch unterschätzen dürfen die Weltmeister von 2009 ihre Gegner keineswegs. Die Letten sind das Überraschungsteam der WM und mussten erst im Halbfinale gegen die Routiniers Marcio Araujo/Ricardo (BRA) die einzige Turnierniederlage quittieren. Wie gefährlich die Letten sind verdeutlichen weitere Fakten: Bei der World Tour in Prag in diesem Jahr wurden sie Fünfte, das beste Resultat gelang im vergangenen Jahr in Marseille mit dem Finaleinzug. Und bei der EM 2010 in Berlin schrieben sie mit dem Gewinn der Bronzemedaille Geschichte.
Eine erneute WM-Medaille für das deutsche Vorzeige-Duo wäre eine überragende Leistung, bedenkt man auch die Vorgeschichte: Schließlich musste Blocker Reckermann für ca. drei Wochen pausieren, da er an einer Oberschenkelverletzung laborierte. Trainer Jürgen Wagner meinte zur Halbfinalniederlage gegen Alison/Emanuel (BRA), „es war anzumerken, dass Jonas drei Wochen lang nicht gesprungen ist. Da fehlten ihm heute einfach die entscheidenden Zentimeter." Die sollen gegen die Letten rausgekitzelt werden. Dann wäre Brink der „Rekord-Europäer“ und würde den legendären Schweizer Paul Laciga überflügeln, der bislang zweimal WM-Silber (1999 und 2005) gewinnen konnte.
Die Finalspiele in Rom versprechen einiges an Brisanz und hochklassigen Sport: Im letzten Spiel des Frauen-Turniers kommt es zum „Traumfinale“ zwischen Juliana/Larissa (BRA) und Walsh/May-Treanor (USA). In Abwesenheit der zweifachen Olympiasiegerinnen aus den USA, die wegen Verletzung bzw. Schwangerschaft zwei Jahre nicht zusammen agierten, schwangen sich die Brasilianerinnen zum klar besten Team der World Tour auf. In Rom wird sich zeigen, wer aktuell das weltbeste Team ist. Im direkten Vergleich steht es 11:5 für die Amerikanerinnen, die jedoch die beiden Partien 2011 in jeweils drei knappen Sätzen verloren.
Im ersten rein brasilianischen WM-Finale der Männer kommt es zu einem brisanten Duell: Dann treffen die ehemaligen Mitspieler Emanuel und Ricardo mit ihren neuen Partnern Alison und Marcio Araujo aufeinander. Emanuel/Ricardo hatten zusammen unzählige Turniersiege gefeiert und 2003 den WM-Titel sowie 2004 in Athen die olympische Goldmedaille gewonnen. Im direkten Vergleich führen Alison/Emanuel zwar 4:0, doch die letzen beiden Vergleiche änderten erst in der Verlängerung des dritten Satzes.
Im Bronzespiel bei den Frauen treffen Xue-Zhang Xi (CHN) und Klapalova-Hajeckova (CZE) aufeinander.
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