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14.10.2009 - Bundesligen - Quelle/Autor: Wolfgang Donat

Bundesliga: Bottroper Volleyballer gewinnen klar und deutlich bei den Titans

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Foto: Tom Schulte
Das erste NRW-Derby der Bundesligasaison 2009/10, es hätte für die RWE Volleys aus Bottrop nicht besser laufen können. Glatt mit 3:0 beherrschten die Mannen um Kapitän Joram Maan die Wuppertal Titans in deren Halle. Das Spiel begann wie die Partie gegen Bad Dürrenberg.

Doch nach einem sensationellen ersten Satz behielten die RWE Volleys diesmal die Konzentration und erkämpften sich die ersten zwei Punkte im Oberhaus. Ein Mann kristallisierte sich hierbei als ein extrem wichtiger Teil des Teams heraus.

Dienstag Abend, kurz vor 22 Uhr in der Bayer-Halle in Wuppertal: RWE Volleys Diagonalspieler Jean-Merlin Nziemi holt zum letzten Schlag des Spiels aus und schmettert sich in die Herzen der mitgereisten Bottroper Anhänger. Sage und schreibe 21 Punkte hatte der kamerunische Nationalspieler am Ende des Spiels gegen die Wuppertal Titans auf dem Konto. "Man hat gemerkt, dass wir mit Jean-Merlin eine sehr gute Balance haben. Wir können taktisch einfach mehr machen.", war RWE-Coach Teun Bujis glücklich, dass der aufgrund der Afrikameisterschaften im letzten Spiel fehlende Nziemi wieder zur Verfügung stand.
Vor dem Match hatte Wuppertals Manager Thorsten Westhoff seinem Team noch die klare Favoritenrolle zugeschrieben. Doch anders als erwartet, legten nicht die Gastgeber, sondern der Aufsteiger aus Bottrop los wie die Feuerwehr.
Die knapp
800 Zuschauer in der Bayer-Halle wirkten von der Frische und Konzentriertheit der Bottroper ein wenig irritiert. Denn nicht ihr Team sondern die Gäste bestimmten das Geschehen auf dem Feld. Wie schon im Spiel gegen Bad Dürrenberg war das Team von Teun Bujis hoch motiviert und konnte sich gleich einen komfortablen Vorsprung erarbeiten. Bottrop präsentierte sich als die homogenere Mannschaft und kämpfte um jeden Ball. Mit 25:15 fuhren die RWE Volleys den ersten Satz klar und deutlich ein und ließen die knapp 70 mitgereisten Fans zum ersten Mal jubeln.
Im zweiten Satz beim Stand von 16:18 für die Wuppertal Titans dann ein wohl entscheidender Moment des Spiels. Durch gute Aufschläge von Mittelblocker Alex Stein und starke Blöcke von Nziemi schafften es die RWE Volleys das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. "Das hat heute den Unterschied zum letzten Spiel gemacht. Wir haben auch bei Rückstand nicht aufgesteckt und tolle Moral bewiesen.", lobte RWE-Kapitän Joram Maan die Einstellung des Teams. Mit
25:21
konnten die Bottroper auch Durchgang zwei für sich verbuchen.
Obwohl die Titans Mitte des dritten Satzes ein kleines Hoch hatten und zum Ausgleich kamen, konnten die RWE Volleys durch hohe Konzentration und ein variantenreiches Spiel überzeugen. Der Sieg war kaum noch in Gefahr.
Zum Ende
des dritten Durchgangs zogen die Bujis-
Schützlinge entscheidend davon
und fuhren
durch das 25:17 den ersten Saisonsieg ein.
Nach dem Spiel jubelten die Bottroper mit ihren Fans. "Der erste Satz war sehr deutlich. Ansonsten denke ich, dass wir ein spannedes Match gesehen haben.
Wuppertal konnte unerem Druck aber nicht wirklich Stand halten.", gab Michael Werzinger, sportlicher Leiter der RWE Volleys, zu Protokoll. Thorsten Westhoff, der Manager der Titans, war nach der Partie mit seinem Team
unzufrieden:
"Bottrop hat sicherlich gut gespielt. Aber wir waren einfach zu blöd.
Schlechter
kann man eigentlich nicht spielen."
Für die RWE Volleys geht es am Samstag mit einem schweren Spiel in Königs Wusterhausen weiter.

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