Die Beach-EM 2010 ist Geschichte, wirkt aber bei allen Beteiligten noch spürbar nach: „Der Deutsche Volleyball-Verband ist sehr zufrieden mit der Veranstaltung: Wir haben tollen Sport gesehen, unsere Partner lobten das Turnier, und auch die Zuschauerresonanz war trotz des regnerischen Wetters gut“, zeigte sich DVV-Präsident Werner von Moltke zufrieden. Auch im nächsten Jahr soll wieder international in der deutschen Hauptstadt gebaggert werden, dann wieder im Rahmen der FIVB World Tour.
„Unsere Frauen haben gezeigt, dass sie führend in Europa sind“, so von Moltke zum deutschen Doppel-Erfolg von Sara Goller/Laura Ludwig und Katrin Holtwick/Ilka Semmler. Zwar seien aus Verbandssicht die Hoffnungen auf eine Medaille im Männer-Wettbewerb nicht erfüllt worden, „aber dass unsere Weltmeister und WM-Vierten mal nicht auf dem Podest stehen und die an sich selbst gestellten Erwartungen nicht erfüllen, macht sie nur menschlich. So ist der Sport, und das Männer-Finale war ja absolute Weltklasse, auch ohne deutsche Beteiligung“, meint der oberste Volleyballer Deutschlands in seiner sportlichen Nachbetrachtung.
Organisatorisch gab es nur Bestnoten, „das haben uns CEV-Präsident André Meyer und unsere Partner aus der Wirtschaft bestätigt“, sagt von Moltke. René Hecht, Präsident des Volleyball-Verbandes Berlin, ergänzte aus Sicht des Berliners: „Mir fiel auf, dass die vielen kleinen und großen Helfer wie Balljungen, Anschreiber, Fahrdienst und viele andere mit einer guten Stimmung mitgemacht haben. Das ist immer ein guter Indikator für eine Veranstaltung. Man hat ihnen angemerkt, dass ihnen die Organisation Spaß macht und sie gerne helfen, dass das Event zu einer runden Sache wird.“
Und auch die Spieler äußerten sich positiv, der Schweizer Spielvertreter Sascha Heyer meinte beim offiziellen Empfang: „Wir Spielerinnen und Spieler kommen immer gerne nach Berlin. Es ist definitiv einer der weltbesten Standorte für unsere Sportart.“ Dem Statement konnte sich auch Jonas Reckermann anschließen, obwohl der Weltmeister mit Platz neun sportlich hinter dem Soll lag: „Der Standort vor der O2 World war gut erreichbar, für uns Spieler stimmte die Infrastruktur wie Physiotherapie, Essen, Duschen usw. alles war am richtigen Platz.“ Und Europameisterin Sara Goller lobte: „Ich fand die Organisation sehr positiv, sehr professionell. Der hervorragende Standort vor der O2 World mit den Möglichkeiten, welche die O2 Arena bietet, wurde sehr gut genutzt. Und auch über die Unterstützung der Zuschauer haben wir uns sehr gefreut. Es ist nicht selbstverständlich, dass bei strömendem Regen noch so viele Fans im Stadion sind.“
Die EM ist passé, doch bereits während des Turniers vor der O2 Arena liefen die Gespräche über die sandige Zukunft in der deutschen Hauptstadt. „2011 wollen wir zurück auf die FIVB World Tour und spätestens 2012, im Jahr der Olympischen Spiele, wieder mit einem Grand Slam vertreten sein. Und das auf jeden Fall in Berlin, denn hier haben wir die größte Unterstützung, hier ist ein eingespieltes Team, hier kommen Spieler und Zuschauer gerne hin“, gibt von Moltke einen Ausblick auf die kommenden Jahre.
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