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29.08.2011 - smart beach tour - Quelle/Autor: DVV

Beach-DM: Europameister gewinnen auch DM-Titel

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Foto: SAE - Jonas Reckermann/Julius Brink
Das beste Team Europas ist auch das beste Team Deutschlands: Julius Brink/Jonas Reckermann gewannen das Finale um die Deutschen smart Beach-Volleyball Meisterschaften 2011 in Timmendorfer Strand 2:0 (21-19, 21-17) gegen Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif und sicherten sich damit ihren dritten DM-Titel in Serie. Zudem revanchierten sie sich für die Viertelfinalniederlage gegen Dollinger/Windscheif.

Für ihren Sieg erhielten sie einen smart fortwo, der starke zweite Platz von Dollinger/Windscheif wurde mit 5.000 Euro honoriert. Für Brink und Reckermann war es bereits der fünfte DM-Titel, nachdem sie zuvor mit den Dieckmann-Brüdern Markus (Reckermann) und Christoph (Brink) je zweimal triumphiert hatten. Damit schlossen sie nach Titeln mit Jörg Ahmann/Axel Hager und Andreas Scheuerpflug gleich. Den dritten Platz sicherten sich wie im Vorjahr David Klemperer/Eric Koreng, die sich zuvor gegen die Vize-Europameister Jonathan Erdmann/Kay Matysik 2:0 (21-18, 21-19) durchgesetzt hatten.

Nach einem Angriffsfehler von Brink hatte der Außenseiter zu Beginn des Satzes eine Führung inne (4-6), doch ein Zuspielfehler von Windscheif sowie zwei starke Aktionen von Reckermann (Block und Aufschlag) hatte der Europameister die Führung übernommen (11-9). Als Windscheif seinen Angriff ins aus setzte, schien bereits eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein (13-10), doch eine kurze Schwächephase von Brink, der drei Angriffe in Serie nicht im gegnerischen Feld unterbrachte, bedeutete erneut Führungswechsel (14-15). Die Titelverteidiger ließen sich davon nicht entmutigen, gingen nach einer Block-Abwehr-Aktion von Reckermann erneut in Führung und bauten diese nach einem Fehler Dollingers auf zwei Zähler aus (19-17). Dies reichte dem deutschen Top-Duo, Reckermann verwandelte den zweiten Satzball souverän.
Auch wenn Brink aus der Annahme seine Probleme hatte und oftmals einen zweiten Versuch benötigte, am Ende machten die Favoriten ihren Punkt. Zudem fehlte es den Zuspielen von Dollinger/Windscheif oftmals an Präzision, ein kleiner, aber feiner Unterschied zum National-Duo. Als Dollinger ein Zuspiel abgepfiffen wurde, eine Zuspiel-Finte von Windscheif misslang und Brink ein Ass servierte, hieß es 10-5. Die Herausforderer kamen nach einem Dollinger-Ass bis auf zwei Zähler heran (12-10) und verkürzten einen abermaligen Vier-Punkte-Rückstand nach einer tollen Aktion Windscheifs erneut (18-16), einen weiteren Konter nach einem Brink-Aufschlag vermochten sie jedoch nicht zu setzen (20-16). Kompromisslos versenkte Brink den zweiten Matchball zum umjubelten Sieg ins Feld, den er mit einem langgezogenen „Yeeeeeeeeeeeeeeeeeees“ feierte.

Jonas Reckermann, der unmittelbar nach dem Spiel übers Mikrofon seine Hochzeit mit seiner langjährigen Freundin Katja bekanntgab (Mitte Oktober), meinte: „Wir haben gegen sie eindeutig besser gespielt als gestern. Wir haben wenig zugelassen, einen guten Sideout gespielt und wussten, dass wir mit ein, zwei Breaks den Satz entscheiden können. Jeder will uns hier schlagen, das ist nicht leicht für uns, vor allem am Ende einer Saison. Ich bin stolz und es ist eine schöne Randerscheinung, dass wir den „Hattrick“ landen konnten und nun im illustren Kreis mit Jörg Ahmann/Axel Hager und Andreas Scheuerpflug stehen. Wir werden mit unserem Team Essen gehen und dann mal sehen. Im vergangenen Jahr habe ich auf der Abschlussparty zwei, drei Getränke über der Fahrtüchtigkeit gehabt.“

Sebastian Dollinger meinte: „Wir haben mehr Fehler gemacht als im ersten Spiel gegen sie, da haben wir nahezu fehlerfrei gespielt und unsere Breaks gemacht – das war entscheidend. Es war keine schlechte Leistung von uns, aber überall fehlte es an etwas. Sie haben konstanter gespielt und uns unter Druck gesetzt. Insgesamt war es ein geiles Turnier, es hat jede Menge Spaß gemacht.“

Klemperer/Koreng werden Dritte
Nur kurz nach den verlorenen Halbfinal-Partien mussten die Akteure in das Spiel um Platz drei antreten. Beide Duos lieferten den knapp 6.000 Zuschauern spektakuläre Ballwechsel und Aktionen, bei denen das National-Duo Klemperer/Koreng ein wenig zwingender agierte. Bei einer 19:14-Führung im zweiten Satz deutete alles auf einen klaren Erfolg hin, doch auf einmal rissen sich Erdmann/Matysik nochmals zusammen und kamen durch mehrere Blockpunkte von Erdmann bis auf einen Zähler heran (19-18). Einen Matchball wehrte das Duo ab, ehe bei der Ausgleichschance der Schiedsrichter ein Übergreifen von Erdmann abpfiff.
Koreng sagte danach: „Wir hatten uns nach dem verlorenen Halbfinale gesagt, dass wir mit Spaß auf das Feld gehen wollen. Es war kein perfektes Spiel, aber gut. Zudem hatten wir den kleinen Vorteil des früheren Halbfinals. Insgesamt war hier mehr drin, aber natürlich freuen wir uns, am Ende wieder auf dem Treppchen zu stehen.“
Jonathan Erdmann meinte: „Das ist sehr frustrierend. Wir hatten am Freitag und Samstag zwei sehr gute Tage. Wir wollten nach ganz oben, das hat leider nicht geklappt. Mit einer Niederlage aufzuhören und nichts mitzunehmen, ist nicht so schön. Insgesamt haben wir aber – analog zu unserer gesamten Saison – eine gute DM gespielt.“

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