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22.01.2012 - Bundesligen - Quelle/Autor: Conny Kurth

Bundesliga: Aufschlagfestival bringt Sieg Nummer elf

Elfter Bundesligasieg für den VfB Friedrichshafen: Beim 3:0 (25:22, 25:10, 25:15) ließen die Häfler dem Tabellenneunten evivo Düren keine Chance und glänzten vor allem in ihrem Paradeelement, dem Aufschlag. „Das ist das, was wir machen mussten und das, was wir geschafft haben“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Das war absolut okay.“

Düren (cku). Immer dann, wenn sich Marcus Böhme am Sonntagnachmittag den Ball in seiner Hand zum Aufschlag zurechtlegte, muss den Volleyballern von evivo Düren bereits Angst und Bange geworden sein. Schließlich war die Wahrscheinlichkeit, dass der Service krachend auf ihrer Spielfeldhälfte einschlug und sie diesen gar nicht oder nur bedingt kontrollieren konnten, äußerst hoch. Insgesamt 22 Mal – und damit knapp halb soviel wie alle Dürener zusammen – schlug Böhme auf, servierte drei Asse und hatte damit entscheidenden Anteil am 3:0 (25:22, 25:10, 25:15) des VfB Friedrichshafen.

„Im Aufschlag haben wir heute wirklich gut gespielt. Besonders Marcus muss man herausheben“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu und zog ein zufriedenes Fazit. „Natürlich wollten wir hierher nach Düren kommen und 3:0 gewinnen. Das ist das, was wir machen mussten und das, was wir geschafft haben. Das war absolut okay.“

Bedingt durch den enormen Aufschlagdruck – insgesamt servierten die Häfler 24 Aufschläge mehr als ihre Kontrahenten und verbuchten acht Asse – erteilte der VfB dem Tabellenneunten aus dem Rheinland eine 70-minütige Volleyball-Lehrstunde, die durchaus noch deutlicher hätte ausfallen können. „Im ersten Satz haben wir das Ergebnis selbst eng gehalten“, so Moculescu. „Nach dem Spiel am Mittwoch waren die Jungs zu Beginn noch nicht ganz auf Betriebstemperatur.“

Ab dem zweiten Durchgang aber nahm das VfB-Ensemble, das durchgehend mit Juraj Zatko im Zuspiel, Oliver Venno auf der Diagonalen, Idi und Milos Vemic im Außenangriff, Böhme und Joao José in der Mitte sowie Nikola Rosic auf der Liberoposition agierte, Fahrt auf und ließ den Gastgebern um Ex-Häfler Christian Fromm keine Chance. Die Häfler parierten nicht nur zuverlässig die gegnerischen Aufschläge und griffen effektiv an. Vor allem bildeten sie immer wieder einen Block, der sich für Düren als kaum zu überwindendes Hindernis herausstellte. Insgesamt 15 Blockpunkte wurden Friedrichshafen gutgeschrieben – acht davon verbuchte allein Kapitän José.

Auch wenn evivo dieses Mal in sportlicher Hinsicht nicht zu beeindrucken wusste, so hinterließ das Spektakel, das die 1.500 Zuschauer in der Arena Kreis Düren veranstalteten, einmal mehr einen bleibenden Eindruck. „Was in Düren passiert, ist außergewöhnlich. Die Zuschauer machen mit bis zum bitteren Ende“, sagte Moculescu. „Davor muss man den Hut ziehen.“

Dass die Häfler Fans dem nicht nachstehen, können sie bereits am Mittwoch (25. Januar, 20 Uhr) unter Beweis stellen. Dann steht in der heimischen ZF Arena das Schwabenderby gegen den EnBW TV Rottenburg auf dem Programm. Ein hoher Unterhaltungswert ist dank dessen extrovertierten Trainerunikums Hans Peter Müller-Angstenberger garantiert, ein weiteren Erfolg für den VfB im Hinblick auf eine möglichst gute Aufgangsposition für die Play-offs Pflicht.
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Spielstatistik

Evivo Düren
Aufschlag 1 Punkte, Annahme 49% (20% perfekt), Angriff 26 Punkte (34%), Block 3 Punkte, MVP: Kohl Fromm 10, Klein 5, Böhme 9, Kracht 1, Kohl L, Zachrich 3, Kocian 2, nicht eingesetzt: Wagner, Hübner, Alber

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 8 Punkte, Annahme 67% (38% perfekt), Angriff 32 Punkte (49%), Block 15 Punkte, MVP: Zatko Rosic L, Vemic 9, Venno 17, Zatko, Böhme 7, José 14, Idi 8, nicht eingesetzt: Jarmoc, Späth L, Denmark, Jovovic, Jovanovic
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Die kommenden Spiele des VfB Friedrichshafen
25.01.2012 (20.00 Uhr) BL: VfB Friedrichshafen – EnBW TV Rottenburg
29.01.2012 (16.00 Uhr) BL: RWE Volleys Bottrop - VfB Friedrichshafen
01.02.2012 (+/- 1 Tag): CHL: VfB Friedrichshafen – Tours VB (FRA)

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